Posted by on Oktober 24, 2017

Wir vertrauen den ganzen Tag, ohne uns dessen bewusst zu sein. Wir vertrauen darauf, dass der Wecker klingelt. Wir vertrauen darauf, dass uns der Zug an unser Ziel bringt, dass die Autos der Gegenfahrbahn auf ihrer Spur bleiben, dass das Essen laktosefrei ist, wenn es drauf steht, dass die Sonnencreme vor Sonnenbrand schützt und die Medizin unsere Beschwerden lindert. Doch trotz allen Vertrauens, mangelt es uns oft an Vertrauen in uns selbst.

Warum haben wir Angst?

Angst ist ein Urinstinkt. Angst in eine hilfreiche und hinderliche Emotion zugleich. Sie schützt uns vor Gefahren und davor Dummes zu tun, uns zu verletzen oder gar zu sterben. Angst kann uns aber auch ein Hindernis sein, unsere Ziele zu erreichen.

Ängste können unterschiedliche Ausmaße annehmen. Sie können uns daran hindern, eine Bewerbung abzuschicken, weil wir Angst haben, nicht gut genug zu sein. Sie kann uns daran hindern, den süßen Typen anzusprechen, weil wir Angst haben, eine Abfuhr zu bekommen. Sie kann uns daran hindern, ein Abenteuer zu erleben, weil wir Angst vor der Ungewissheit haben. Sie kann uns daran hindern, den stressigen Job zu kündigen, weil wir Angst haben, keinen besseren zu finden. Sie kann uns hindern, Menschen, die uns nicht gut tun, zu verlassen, aus Angst allein zu sein.

Menschen, die ihr Leben von Ängsten bestimmen lassen, haben oftmals ein schwaches Muladhara Chakra oder auch Wurzelchakra genannt. Das Wurzelchakra ist das erste von sieben Hauptchakren und steht für Erdung, Verbundenheit, Gelassenheit. Das Wurzelchakra liegt am unteren Ende der Wirbelsäule. Wer mit Chakren nichts anfangen kann, kann es einfach metaphorisch für einen Bereich der Psyche sehen.
Ist das Wurzelchakra ausgeglichen, fühlst du dich sicher und geborgen, mit der Natur verbunden, du bist aktiv, folgst deinen Instinkten. Du hast ein gesundes Selbstwertgefühl und materielle Dinge haben für dich nur einen geringen Stellenwert.
Ist das Wurzelchakra unausgeglichen oder gar blockiert fehlt dir die Bodenhaftung. Du fühlst dich unausgeglichen, unruhig, bist ständig müde und unentspannt. Du schaffst es nur selten, über deinen Schatten zu springen, Dinge zu Ende zu bringen und dich auf etwas Neues einzulassen. Materielle Güter sind für dich von großer Bedeutung. Häufig ist dies beispielsweise auf ein Geburtstrauma, mangelnde Mutterbindung oder Verlassenwerden im Kleinkindalter zurückzuführen.

Du erkennst dich in diesen Mustern und fühlst dich damit unwohl? Dann kann Yoga dir helfen, das Vertrauen in dich, dein Umfeld und die Welt wiederherzustellen.

Besonders stehende, balancierende Asanas, in denen wir uns fest geerdet fühlen, aktivieren das Wurzelchakra und stärken das Urvertrauen. Diese kleine Sequenz kannst du super morgens nach dem Aufstehen in deinen Tag integrieren. Schon nach einiger Zeit wirst du feststellen, wie dir die Übungen leichter fallen und die bewusste Verbindung zum Boden dir Stabilität und Ruhe verleiht:

Baum Asana Yoga Laura

Wurzelchakra stärken durch Meditation & Yoga

Beginnen kannst du in der Bergposition (Tadasana). Hebe hier einmal alle deinen Zehen vom Boden und bringe langsam einen Zeh nach dem anderen zurück in den Boden. Lege deine Hände auf dein Herz und atme tief ein und aus. Schließe deine Augen und spüre den Boden unter deinen Füßen. Nimm dir dafür ein paar Minuten Zeit. Bringe anschließend dein Gewicht in einen Fuß und komme in deine Variation des Baums (Vrikshasana). Fokussiere einen unbeweglichen Punkt vor dir und konzentriere dich auf die Erdung. Komme von hier in den Krieger III (Virabhadrasana 3). Fällst du heraus, probiere es einfach erneut. Nach einigen Atemzügen im Krieger III bringe deine Hände Richtung Boden, stelle deinen Fuß ab und komme in die ganze Vorbeuge (Uttanasana). Genieße den wohltuenden und beruhigenden Effekt der Vorbeuge. Tritt zurück in die Planke und gehe durch dein Vinyasa. Komme nach einigen Atemzügen im Herabschauenden Hund (Adho Mukha Svanasana) in die Kindesposition (Balasana) und fühle dich hier für einen Moment geborgen. Gehe dann weiter in den Kopfstand (Sirsasana), denn auch der Perspektivwechsel wird dir gut tun. Vom Kopfstand komme wieder zurück in den Herabschauenden Hund und von dort in die ganze Vorbeuge. Beuge in der Vorbeuge deine Knie und richte deinen Oberkörper auf für die Stuhlposition (Utkatasana). Bringe von hier das Gewicht in dein anderes Bein für den Krieger III auf der anderen Seite. Richte dich vom Krieger III wieder auf und nimm dein Bein nach vorne mit, um zurück in den Baum zu kommen. Bringe den Fuß zurück auf den Boden und finde dich in der Bergposition wieder. Schließe hier einen Moment die Augen und konzentriere dich auf deine Atmung bevor du in den Tag startest.

Meine Tipps für den Alltag:

– Verschwende deine Zeit nicht damit, alle Eventualitäten abzuwägen. Just do it!
– Geh raus in die Natur und nimm deine Umgebung mit allen Sinnen wahr.
– Übe tägliche Dankbarkeit, um den Fokus deiner Gedanken auf etwas Positives zu richten, in dem du vor dem Schlafengehen mindestens 5 Dinge notierst, für die du heute dankbar bist.
– Werde aktiv. Mache Sport.
– Probiere öfter mal etwas Neues aus und lasse dich positiv überraschen.
– Ernähre dich bewusst und gesund. Wie sollst du dich in deinem Körper gut fühlen, wenn er nur schlechten Input bekommt?

 

 

 

 

 

Quellen:

www.asanayoga.de/blog/wurzelchakra/

www.chakren.net/bedeutung/

Bilder:

www.unsplash.com

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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